Cosmic Compass
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Astrologische Monatskolumne

Dezember 2021 und Januar 2022

 

Das Jahr 2021 schließt mit interessanten Konstellationen ab. Den Auftakt gibt am 4.12. der Neumond als Schauspiel einer totalen Sonnenfinsternis. Damit können die Interpretationen dieses Monats auch für das kommende halbe Jahr im Hinterkopf behalten werden.

 

In alten Traditionen lud die dunkle Zeit im Dezember zu Rückzug und Innenschau ein. Wer sich mit diesem Brauch anfreunden kann, darf hoffen, geistreiche Einsichten aus der inneren Welt, aus dem Unbewussten zu fischen. Ein Neumond im 12. Haus im Zeichen Schütze stimmt ein auf Retreats, Meditation, spirituelle Anbindung jenseits des gewöhnlichen Alltagstrubels.

 

Die damit einhergehende Bewusstseinserweiterung kann in Zeiten herausfordernder Umbrüche dafür sorgen, dass Vertrauen in höhere Führung gefunden werden kann. Wer in dieser Zeit auf Visionssuche geht, kann sich für neue Möglichkeiten öffnen und diese gleichzeitig auf Tauglichkeit überprüfen. So kann es zu gereiften Veränderungsschritten kommen, die die eigene Integrität stärken und neuen ungewohnten Potenzialen eine Form geben sollen.

 

Das Saturn-Uranus-Quadrat, welches in diesem Jahr strukturelle Umbruch-, Reform- und Befreiungsszenarien symbolisierte wird am 24.12. das dritte Mal exakt und unterstreicht diese Themen.

 

Dabei kommt auch Venus eine bedeutende Rolle zu. Sie wird am 19.12. rückläufig und hält sich den ganzen Dezember über im Gradbereich von Pluto im Steinbock (exakte Konjunktion am 11.12. und 25.12.) auf.

 

Damit dürfte in Beziehungen und im Bereich der Finanzen und Werte die Stunde der Wahrheit gekommen sein, die offenbart, was bisher verdrängt, geheim gehalten oder nicht gesehen werden wollte und nun neubewertet wird. Dies gilt besonders für Menschen, Firmen und Staaten (z. B. die USA), die mit ihrem Horoskop von der Konstellation betroffen sind.

 

Überall dort, wo in Beziehungen sich Abgründe auftun und unangenhme heftige Emotionen aufkommen, sollte reflektiert werden, ob ein Abschied angesagt ist oder zumindest die Regeln erneuert werden sollten. Die bis zum 29.1.2022 anhaltende Rückläufigkeit zeigt eine zutiefst gründliche Zäsur, die jedoch der ungeschminkten Wahrheit dient.

 

Inwiefern man selbst oder das Kollektiv einer irreführenden oder beschränkten Weltanschauung aufsitzt, darf nun ein weiteres Mal erkannt, verarbeitet und geheilt werden.

Die Resultate dieser (materiellen) Einbrüche und Offenbarungen hängen davon ab, auf welches Bewusstsein die Krise trifft. Was für einige ausschließlich Zerstörung und Verlust bedeutet, mag für andere, die das größere Bild erkennen mögen, ein logisches und notwendiges Kapitel in Zeiten der Enthüllung sein, auf dem Weg in eine neue Ära.

 

Die rückläufige Venus bringt auch gern vergangene Beziehungen zurück ins Bewusstsein und bezieht sich dabei gern auf Ereignisse die 8, 16, 24, 32, … Jahre zurückliegen.

 

Mit dem Wechsel der Mondkonotenachse ins Stier und Skorpionzeichen am 23.12., erhält Venus zusätzliche Aufmerksamkeit. Als Herrscherin des aufsteigenden Mondknotens im Stier (bis Juli 2023) betont sie deutlich, wo aufgrund gemeinsam geteilter Wertvorstellungen eine starke Basis für ein dauerhafres Miteinander gefunden werden kann.

 

Eine Beziehung langsam anzugehen und sich entsprechend zu prüfen, bevor man sich tiefer einlässt, mag für alle wertvoll erscheinen, die auf der Suche nach längeren und festen Bindungen sind.

 

Mit der stationären Direktläufigkeit von Uranus (18.1.) im harmonischen Aspekt zum Neumond vom 2.1. kann im Januar dann schon an neuen kreativen Konzepten und Maßnahmen gefeilt werden, die der eigenen Sicherheit und Stabilität dienen können. Ob diese Ansätze ausreichen oder wo nachgebessert werden muss, zeigt sich genauer im Februar.

 

 

Ausgewählte Konstellationen und entsprechende Hinweise:

 

 

4.12. und 2.1. Neumond: entspannen; Introspektion; Regeneration und Neubeginn

 

19.12. und 18.1. Vollmond: aktiv sein; das volle Potenzial leben; Polaritäten in sich erkennen; Träume deuten

 

19.12. bis 29.1. Venus rückläufig: Integrität verletzende Beziehungen überprüfen; Finanzen und Werte reflektieren; künstlerische Schaffenspause oder zu alten Kunstwerken zurückkehren

 

11.12. und 25.12. Venus Konjunktion Pluto: schmerzhafter Wahrhaftigkeitsdruck in Beziehungen; Wandlung, Transformation und Abgründe im Miteinander

 

24.12. Saturn Quadrat Uranus: zwischen materiellen Ängsten und Befreiungsschlägen hin und hergerissen sein; Konsequenzen für Autonomie und Freiheit ziehen; Strukturbrüche

 

30.12. und 29.1. Merkur Konjunktion Pluto: die Wahrheit aussprechen; geheime Informationen kommen ans Licht; tiefe Gedanken

 

11.1. Mars Quadrat Neptun: ausspannen; inspiriertes Handeln; vom nächsten Projekt träumen; dem Fluss des Lebens vertrauen

 

16.1. Sonne Konjunktion Pluto: (ohn-)machtvolle Erfahrungen; das Ende von persönlichen Vorstellungen erleben; Zeit für Erneuerung und Wandel

 

30.1. Sonne Quadrat Uranus: aus Gewohnheiten ausbrechen; sich neu erfinden; Überraschung; freien Tag nehmen

 

 

 

Oktober und November 2021

 

Astrologisch deutet der Oktober auf spürbare Wendepunkte im persönlichen und kollektiven Erleben hin. Angezeigt wir dieses Geschehen durch die einsetzende Direktläufigkeit von vier Planeten, die zuvor noch rückläufig waren. Rückläufigkeiten symbolisieren innere Verarbeitungsprozesse, die zu Klarheit und Orientierung führen können.

 

Am 6.10. beginnt Pluto die Richtung zu wechseln. Seit 27.4. rückläufig, zeigt er jetzt deutlicher, welche unrealistischen Vorstellungen losgelassen werden wollen. Der Wahrhaftigkeitsdruck nimmt Fahrt auf und führt zu emotional intensiven Erfahrungen, in denen wir uns von überholten Anhaftungen lösen müssen. Mit Pluto im Steinbock beziehen sich diese Entwicklungen auf existenzielle Lebensbereiche, Gesetze und Regeln.

 

Saturn, rückläufig seit 23.5 dreht am 11.10. und unterstreicht diese Thematik. Die vergangene Reflexion in Hinblick auf materielle Sicherheit und seelische Integrität führte zu Einsichten, was für uns diesem Sinne machbar und annehmbar ist oder ggf. verändert werden muss. Jetzt setzen langsam Umgestaltungsprozesse ein, die einem gereiften Selbst entsprechen.

 

Am 18.10. endet Jupiters Rückläufigkeit. Er lud seit 20.6. zur Verarbeitung von Themen der Weltanschaung, Rechtsangelegenheiten, Auslandsthemen und Wachstumsmöglichkeiten ein. Nun treten Ergebnisse dieser Entwicklung zu Tage und lassen Möglichkeiten auftauchen, um Entfaltung und Erfüllung zu erleben.

 

Merkur, rückläufig vom 27.9. bis 18.10. fordert symbolisch Raum für Rückzug ein, um all diese (und andere) Themen gedanklich zu ordnen. Ein rückläufiger Merkur in Waage zeigt Irritationen in Kommunikations-, Lern- und Entscheidungsprozessen an. Mit Klarheit ist bis zum 18.10. hier eher nicht zu rechnen.

 

Der Blick im Oktober richtet sich dabei auch auf Beziehungen. Mit dem Neumond am 6.10. in Waage in Opposition zu Chiron stehen damit nicht nur Koalitionsverhandlungen der Parteien auf dem Plan. Wer mit wem kann und wie vorankommen möchte, zeichnet sich genauer ab Mitte Oktober ab. Trotzdem vermittelt ein Waage-Neumond im 9. Haus mit Schützeaszendent ein Flair von gemeinsamen Abenteuern.

 

Der Neumond vom 4.11. findet in Skorpion in Opposition zu Uranus in Stier statt. Damit steht ein Monat mit unvorhergesehenen Entwicklungen an. Da Uranus für Deutschland gesehen im 10. Haus des Neumondhoroskops steht, ist hier auch die Regierung symbolisiert, die sich unberechenbar verhalten kann und das regierte Volk im 4. Haus schockiert. Scheinbare Verlässlichkeit mag sich als unhaltbar herausstellen.

 

Persönlich geht es um Entwicklungspotenziale in der Familie, der Beheimatung und des Wohnens, welche sich durch überraschende Ereignisse in der Öffentlichkeit, neue Gesetze oder durch veränderte berufliche Perspektiven herausgefordert sehen. Auch die Wahrheit über wirtschaftliche Konsequenzen der vergangenen Monate kann sichtbar werden.

 

Mit Skorpionenergien ist diesen Monat nicht zu spaßen. Die Entwicklungen bis 17.11. sind durchzogen von frustrierter Aggression, aufgestauter Wut und einem deutlichen Aufbegehren gegen Einschränkungen. So mancher Ärger kann sich mit Gewalt explosionsartig Luft verschaffen oder richtet sich gegen einen selbst, sofern kein passendes Ventil für inneren Aufruhr gefunden wird. Mit Mars im Quadrat zu Saturn (11.11.) und in Opposition zu Uranus (17.11) entsteht ein gewaltiges Gemisch aus frustrierter Durchsetzung und innerer Rebellion. Da mit Mars gemeinsam auch Merkur diese Aspekte bildet, ist mit Streitgesprächen, Kommunikationsstörungen bis -abbrüchen und Unfällen im Verkehr zu rechnen.

 

Im besten Falle entstehen gründlich durchdachte Strategien, die konsequent für die eigene Wahrheit, Integrität oder fortschrittliche Entbindungs- und Veränderungsprozesse eingesetzt werden.

 

 

 

 

 

 

August und September 2021

 

Die erste Augustwoche betont eine Konstellation, die in diesem Jahr das Zeitgeschehen ganz besonders prägt. Das Quadrat von Saturn und Uranus am Himmel symbolisiert Reformprozesse, die eine neue Ordnung, neue Gesetze und allgemein unaufhaltbare Strukturveränderungen betreffen. Saturn, der u. a. traditionelle Umgangsformen und materielle Formgebungsprozesse beschreibt, trifft in 2021 drei mal (17.2., 15.6., 24.12.) auf Uranus, der wiederum über Störungen, Unberechenbarkeit und Entbindung aus Gewohntem für fortschrittliche Entwicklungen sorgt.

 

Aspekte von Sonne und Merkur zum Saturn-Uranus-Quadrat geben Anfang August wertvolle Hinweise.

Wo sollten im Sinne der eigenen Würde und seelischen Integrität notwendige Einsichten, Neubewertungsprozesse, befreiende Konsequenzen gegenüber Einschränkungen und damit innere Reifeprozesse auf längere Sicht entwickelt werden?

Es gilt hinzuspüren und sich bewusst zu werden, wo eine klare Abgrenzung zu degenerierenden Umständen oder brüsken Übergriffen nötig wird. Zu wem oder was muss ggf. auf Distanz gegangen werden, um auch ersnstere Sachverhalte zu besprechen und Integrität verletzende Machenschaften entsprechend umzugestalten. So kann sich die eigene seelische Manifestationsmacht mit Disziplin und Eigenverantwortung entwickeln.

 

Überholte Rahmenbedingungen, Regeln und auch Gesetze, die bisher Sicherheit versprachen aber nicht mehr zeitgemäß sind, könnten für Aufregung sorgen. Im irdischen Geschehen macht diese Spannung zwischen Vergangenheit und Zukunft auch in Form Erdbeben oder Verkehrsunfällen auf sich aufmerksam. Im persönlichen Erleben sitzen wir zwischen den Stühlen von alt und neu und erleben innere Zerissenheit und Gereiztheit.

Ein Teil hängt an gewohnten Sicherheiten, der andere spürt intuitiv, dass dieser Teil nicht dem neuen Selbst entspricht, zu dem wir im Begriff sind zu werden. Im Bereich der Beziehungen und Werte gibt hier die Woche zwischen dem 16.9. und 23.9. Hinweise.

 

Der Neumond vom 7.9. fördert Wandlungskräfte, bringt Neuorganisation und machtvolle Umgestaltung mit sich.

 

Chiron, ein Planetoid der durch seine Umlaufbahn eine Brücke zwischen Saturn und Uranus, zwischen Materie und Geist symbolisiert, kommt in diesem Neumondhoroskop eine besondere Stellung zu. Als Sinnbild des verletzten Heilers war Chiron vergeblich bemüht, bis zum Ende seines irdischen Lebens seine unheilbare körperliche Verletzung und Wunde zu heilen.

 

Er steht für Deutschland betrachtet dominat an der Himmelsmitte in Widder. Ist dies ein Zeichen, dass die aktuelle Verwundung der Gesellschaft durch ein Virus, auf begrenzt materieller Ebene der körperlichen Symptombekämpfung nicht vollständig geheilt werden kann?

Und dass der Kreislauf wiederholt frustrierender gesundheitlicher Maßnahmen, nur mit spirituellem Durchblick zu durchbrechen ist?

 

Chiron in Widder steht hier erst einmal nicht für geistige Höhenflüge. Eher für ein hastiges Durchsetzen der Verantwortungsträger von unreflektierten und damit „alternativlosen“ Bestimmungen, die das geistige Defizit kompensieren sollen...

 

Mit Aspekten von Merkur (23.8.), Mars (30.8.) und Sonne (12.9) im Quadrat zur Sonnenfinsternis vom Juni 2021, dürfte in diesem Zusammenhang zusätzlich Neptun für (Ent-)Täuschung, Chaos, Unklarheiten, Intransparenz und Planungsversagen sorgen. Besonders bei von Angst und Ego gesteuerten Lösungsansätzen.

 

Die tiefere Wahrheit zeigt sich um den 22.9. herum. Merkur im Quadrat zu Pluto bringt unangenehme Wahrheiten ans Licht.

 

Je stärker das eigene Leben von seelisch-geistiger Ebene inspiriert ist, desto vertrauensvoller und flexibler kommen wir im irdischen Geschehen zurecht und manifestieren den in uns synchroniserten Schöpferwillen.

 

 

 

 

Astrologische Monatskolumne für Juni und Juli

 

Am 10. Juni zeigt sich bei freiem Himmel das Phänomen einer Sonnenfinsternis.

Mit Finsterniskonstellationen kommen oft karmische Zusammenhänge zum Tragen und sorgen für eine erhöhte Ereignisdichte. Auffällig an dieser Finsternis im Zeichen Zwillinge ist, dass dem Planeten Merkur eine herausragende Rolle zukommt. Damit geraten Themen der Kommunikation, wie Schriftverkehr, Nachrichten, Lernen und Lehren in den Fokus der Aufmerksamkeit. Aber auch der Handel, Verkehr und Reisen wird von Zwillinge und Merkur symbolisiert. Weiterhin kommen Themen des analytischen Wissens, der Statistik, Organisation, Gesundheit und Alltagsabläufe noch dazu.

 

Ein aktuell rückläufiger Merkur im Quadrat zu Neptun jedoch lässt nicht gerade Hoffnung aufkommen, dass in diesen Bereichen Klarheit zu erwarten ist. Er symbolisiert eher Irritation, Täuschung, Missverständnisse und unausgegorenes Informationsgeschehen.

 

Insbesondere um den 12. Juni herum könnte deutlicher werden, wo diese Konstellation zu trügerischen bis chaotischen Informationslagen führt.

 

Was könnte die kosmische Entwicklungsaufgabe sein, die sich in diesem Geschehen verbirgt?

 

Wenn Astrologen von Chaos sprechen, dann fällt ihr Blick u.a. auf Neptun.

In wie weit es sinnvoll ist und war, das Chaos in den vergangenen Monaten als rein zufälliges Ereignis abzuspalten und beispielsweise einem von außen kommenden Virus in die Schuhe zu schieben, darf in diesen Zeiten reflektiert werden. Vielleicht haben wir es eher mit einem hoffnungslosen Versuch zu tun, ein Problem auf einer beschränkten Bewusstseinsebene der Polarisierung und Projektion zu lösen, auf der es nicht wirklich gut zu lösen ist.

 

Die chaotische kollektive Krise mit ihren Einschränkungen spiegelt den Kampf eines begrenzten und spaltenden Bewusstseins mit einem ganzheitlichen Bewusstsein wider.

 

Die einschränkenden Maßnahmen sind eine reine Manifestation der kollektiven Gefangenschaft in einem beschränkten materiellen und fragmentierten Bewusstseinszustand.

Es sind Resultate einer installierten Denkstruktur, die sich jetzt deutlich im Außen zeigen. Die Zeit im Juni lädt ein, nach innen zu gehen, zu beten, zu meditieren, schamanisch zu reisen, Yoga zu machen, eins mit der Natur zu werden oder sich auf andere Weise von erweiterten Bewusstseinsebenen inspirieren und führen zu lassen.

 

So kann es gelingen, das von Neptun ebenso symbolisierte und jetzt nötige spirituelle Bewusstsein und Vertrauen zu finden. Chaos ist im Lichte betrachtet nichts anderes als ganzheitliches spirituelles Bewusstsein, welches im Schatten des fragmentierten materiellen Bewusstseins als Chaos auftaucht bzw. einbricht, so auf sich aufmerksam macht und um Integration bittet.

 

Anfang Juli zeigt sich dann ein Drang aus beschränkenden Umständen auszubrechen besonders stark. Mit Venus und Mars in Opposition zu Saturn und im Quadrat zu Uranus liegen im Bereich der erotischen Anziehung Erfahrungen von Frustration und Explosion dicht beieinander.

 

Am 13. Juli endet ein Venus-Mars-Zyklus, der am 24. August 2019 begann. Der sich abschließende Zyklus kann Meilensteine oder auch Abschlüsse in Partnerschaften symbolisieren. Mit den Aspekten zu Saturn und Uranus könnten bisherige Verbindungen einer Prüfung unterworfen werden. Saturn in Opposition zu Venus und Mars mag die Frage stellen, in welchen Beziehungen die eigene Integrität verletzt wird oder wo Regelbrüche anzeigen, dass Veränderungen anstehen mögen, die wieder mehr persönliches Wachstum und Freiraum ermöglichen sollen.

 

Das Ende des einen ist der Anfang eines neuen Zyklus. Jede Klärung und Neubewertung im Miteinander kann aktuell zu befreienden Veränderungen führen. Diese sorgen wieder für mehr Lust, Begeisterung, Lebendigkeit und Spaß in bestehenden Verbindungen oder eröffnen ein Spiel im Feld gänzlich neuer Begegnungen.


 

 

 

 

Astrologische Monatskolumne für April und Mai 2021

 

 

Der neue Sonne-Mond-Zyklus vom 12. April deutet durch verschiedene Aspekte auf einen weiteren spannenden Monat bis zum 11. Mai hin, in dem sich der Übergang vom Alten zu etwas Neuem fortsetzt.

 

So steht sowohl der Neumond im 2. Haus als auch der Aszendentenherrscher Uranus des Neumondhoroskops. Diese Konzentration weist auf die Wichtigkeit der Themen hin, die diesem Haus unterstellt sind. Dort geht es um materielle Sicherheit, Besitz, Geld aber auch um Beziehungen, Bindungen und Talente.

 

Dass hier Veränderungen anstehen und unausweichlich erscheinen, zeigt sich durch die Neumondstellung im Widder zusammen mit Venus im Quadrat zu Pluto im Steinbock. Damit zeichnen sich intensive Herausforderungen und Wandlungsprozesse ab, die uns mit Wahrheit, Macht und Ohnmacht in den genannten Bereichen konfrontieren können und bestenfalls mit einer tiefen Kraftquelle verbinden, die Kampfbereitschaft und Überlebensinstinkte aktiviert.

 

Mit Wassermann am Aszendenten und Uranus, dem neuen Herrscher des Zeichens im 2. Haus, mag es nun aber darum gehen, neue und ungewohnte Wege bzw. Perspektiven in der Krise umzusetzen.

Die aktuellen Veränderungen in der Gesellschaft können die Augen für zeitlose und humanitäre Werte öffnen, sofern man nicht der materiellen Verblendung anheim fällt. Finanzielle Notlagen dienen jetzt vielleicht dazu, den Erfinder und Reformer oder neue Talente in uns zu wecken.

 

Saturn, der alte Herrscher vom Wassermann steht im Quadrat zu Uranus und zeigt damit ein zähes Ringen zwischen bisher Bekanntem und Unbekanntem, einen Bruch mit rigiden Strukturen an, die überholt erscheinen und einengen. Es herrscht Entwicklungsdruck.

 

Glücklicher Weise bilden Jupiter im Wassermann und Mars in Zwillinge ein harmonisches Sextil zum Neumond und zeigen Visionen und Sprungbereitschaft an, um sich optimistisch mit neuen Ideen und Informationen aus hemmenden Umständen zu befreien.

 

Dabei ist zu beachten: Saturn mit seiner Position im 12. Haus gibt einerseits den Hinweis, dass sich ausgediente Strukturen auflösen dürfen und andererseits, dass Disziplin, Konstruktivität und Stabilität bei allen Umbruchsszenarien nicht direkt, sondern eher im Rückzug, in der Abgeschiedenheit mit Zugang zum Geistigen zu finden und zu integrieren sind. Einen Schritt zurückzutreten und Raum für Inspiration zu schaffen, kann helfen, intuitiv den größeren Zusammenhang in allem zu erkennen und sich dann, was die eigenen Handlungen anbelangt von der inneren Stimme führen zu lassen. Dass das eigene Vorankommen von höherer Bewusstseinsebene oder himmlischen Sphären mitbestimmt werden will, zeigt zusätzlich ein Mars-Quadrat zu Neptun im ersten Haus, was aber auch als Motivationsschwäche oder Frühjahrsmüdigkeit daher kommen kann.

 

Der Stier-Neumond vom 11. Mai fällt in den Übergangsbereich vom 6. zum 7. Haus. Damit sind Themen der Gesundheit, Arbeit, Alltagsroutine und Partnerschaften hervorgehoben. Jetzt stehen mehr praktische Analyse und Planung an, die konkrete Resultate greifbar werden lassen sollen. Ein weites Trigon zu Pluto, der den Skorpionaszendenten des Mai-Neumonds beherrscht, symbolisiert die im Monat zuvor erfahrene Ohnmacht besser in den Griff zu bekommen. Jetzt kann die eigene Stabilität durch Arbeit und Beziehungen organisiert und gestaltet werden. Da Lilith eine Konjunktion mit dem Neumond bildet, kann es in dieser Phase bis zum 10. Juni auch um weibliche Gleichberechtigung gehen, die sich auf Finanzielles bezieht und Aufmerksamkeit einfordert.

 

Möglich ist auch, dass es im familiären und häuslichen Bereich zum Schmerz durch Ablehnung der eigenen Bedürfnisse kommen kann. Das zeigt Mars, als alter Herrscher des Skorpionaszendenten an. Er steht im Krebs, im achten Haus der Werte anderer oder gemeinsam geteilter Werte, der Erbschaften und der Sexualität. Ein Mars-Quadrat zu Chiron fordert derzeit auf, erfahrene Verletzungen beim Durchsetzen eigener Impulse tiefer zu betrachten und wirken zu lassen. So können frustrierende Kreisläufe durchbrochen werden, sofern erkannt wird, dass ein unbewusster Selbstablehnungskomplex nach außen projiziert wird.

 

 

 

 

Astrologische Monatskolumne März 2021

 

Entspannung, Sehnsucht, Chaos und Erlösung

 

 

Seit dem 18. Februar 2021 wandert die Sonne durch das Tierkreiszeichen Fische und wird am 11. März auf Neptun treffen, der hier momentan seine Bahn zieht und dieses Tierkreiszeichen auch beherrscht.

 

Mit Fische- und Neptun-Themen betreten wir einen archetypischen Erfahrungsbereich, der starke Sehnsüchte und Wünsche offenbaren kann aber u.a. auch für Chaos und Unklarheiten, nebulöse und trügerische Situationen steht. Zusätzlich symbolisiert dieses Zeichen die Möglichkeit eines erweiterten Bewusstseins, das uns in mystische und spirituelle Erfahrungsbereiche führen kann. Man darf also gespannt sein, was um den 11. März für Themen auf uns zukommen werden.

 

Betont wird dieses Zeitfenster zusätzlich noch durch den Neumond, der zusammen mit Venus und Neptun am 13. März im Zeichen Fische stattfindet und die darauf folgenden vier Wochen prägen wird.

Ein gutes Zeitfenster für ein paar Tage Erholung und Entspannung oder um Raum und Möglichkeiten für spirituelles Wachstum, Selbsterfahrung oder auch Inspiration zu finden.

 

Mischt Venus im Spiel der archetypischen Kräfte mit, die durch die Planetenkonstellationen symbolisiert werden, stehen natürlich Themen der Liebe, Beziehungen, der Kunst und Werte auf dem Programm. Zusammen mit Neptun mag es nun zu schwärmerischen Gefühlslagen kommen, die uns aus dem vielleicht etwas langweilig gewordenen Einschränkungen der irdischen Wirklichkeit erlösen sollen. Dies betrifft besonders auf Menschen zu, die auf den Gradbereichen 20° bis 25° Fische, Jungfrau, Zwillinge und Schütze Planetenkonstellationen im Geburtshoroskop haben, da der Neumond auf 23° Fische stattfindet. Diese Gradbereiche der genannten Zeichen sind also besonders deutlich aspektiert.

 

Venus-Neptun-Themen deuten auf stark romantische Gefühlslagen hin, in denen nicht selten der oder die Auserwählte in einem stark idealisierten Licht wahrgenommen wird. Mystische Verbundenheit, totale Hingabe und spürbar seelische Verbindungen zu Menschen, die gar in der Ferne oder im Jenseits weilen und uns doch gleichzeitig so nah erscheinen, sind die typischen Merkmale solcher Aspekte.

 

Im Bereich der Werte gilt es einerseits genauer hinzuschauen, wie es um Themen des eigenen Besitzes oder des Geldes bestellt ist und sich nichts vorzumachen. Andererseits geht es mit dieser Konstellation ggf. auch um eine erhöhte Spendenbereitschaft. Mitgefühl und Hilfsbereitschaft für Schwächere und Ärmere wären ebenso ein gemeinsamer Ausdruck dieser Planetenkräfte.

 

Ein Sextilaspekt des Neumonds zu Pluto in Steinbock schafft die Verbindung zu den markant materiellen Ein- und Zusammenbrüchen der letzten Monate bzw. des vergangenen Jahres und bringt jetzt auch das Thema der Finanz-Hilfen für vom Lockdown geschädigte Betriebe stärker ins Bewusstsein.

 

Vielleicht ist es auch eine Mischung aus beidem und man fragt sich, wo die ganzen Hilfsgelder für den Verdienstausfall der letzten Monate eigentlich herkommen sollen …

 

Die Zeitqualität kann ein Bewusstsein für Einheit fördern, sofern eingesehen wird, dass die materialistischen Konzepte unserer Gesellschaftsordnung überdacht werden müssen. Die Zeichen oder auch Umstände der aktuellen Zeit mit all ihrem Chaos, welches vermeintlich von außen auf uns zukommt, verlangt nach einer Integration von Bewusstseinsinhalten, die ganzheitlicher Natur sind. Geistige Perspektiven und Bewusstsein für Zusammenhänge bilden nun die (Er-)Lösungsansätze, die aus begrenzten und unheilvollen Wiederholungsszenarien herausführen.

 

Damit bieten sich spirituelle Zielsetzungen und Übungen in dieser Zeit als Möglichkeit an, um sich persönlich weiter zu entwickeln. Aber auch künstlerische Aktivitäten eröffnen jetzt Inspirationsräume für Kunstwerke, die viele Menschen berühren können.

 

 

 

 

Astrologische Monatskolumne Februar 202

 

Spannungen

 

Das schon in der Januarkolumne erwähnte Quadrat zwischen Saturn im Wassermann und Uranus im Stier wird am 17. Februar erstmals (in 2021) exakt.

 

Saturn, u.a. als Symbol für materielle Strukturen und Sicherheit, Stabilität, bewährte Konzepte sowie für Grenzen, Gesetze, Pflichten und Disziplin trifft aus Uranus. Er wiederum symbolisiert in der Astrologie einen Archetypen, der dem saturnischen polar gegenüber gestellt werden kann.

 

Betont Saturn in seiner Bedeutung den Formaspekt des Lebens, so bringt Uranus als archetypische Energie von geistiger (transpersonaler Ebene) den Impuls und den spürbaren Drang nach Reformation, nach Veränderung und Ausbruch aus der alten Form.

 

Stehen diese beiden in einem Quadrat-Aspekt zueinander, sieht man sich widersprüchlichen Kräften ausgesetzt. Ein Aspekt ruft auf zur Bewahrung des Alten, zur Pflicht und Disziplin, die mit bewährten Maßnahmen den Status Quo sichern möchte. Der andere erkennt jedoch, dass das sture Wiederholen des alten nur noch mehr Spannung provoziert, da die alten Konzepte modifiziert und verändert werden wollen, sodass ein neuer befreiter Geist in die Formen integriert werden kann.

 

Im Quadrat streben diese gegensätzlichen Kräfte auseinander und provozieren innere Zerrissenheit und widersprüchliche, schwer auszuhaltende Gemütsverfassungen. Der Ausspruch „ich könnte aus der Haut fahren“ muss wohl unter einem Saturn-Uranus-Aspekt geboren worden sein.

 

Identifiziert man sich vorrangig mit dem begrenzenden und Struktur fördernden Archetypen Saturn und kommt seiner Verantwortung nach, kann es durchaus sein, dass der nach Freiheit und Unabhängigkeit strebende Impuls ebenso in uns an Kraft gewinnt und ein extremes Gefühl der Einschränkung und der Gefangenschaft hervorruft.

 

Identifiziert man sich mehr mit dem nach Freiheit und Autonomie drängenden Energien, symbolisiert durch Uranus, und gibt diesen nach, kommt es wahrscheinlich vorübergehend zum erwünschten Befreiungsgefühl, doch lässt meist ein schlechtes Gewissen und Angst vor Struktur- und Sicherheitsverlust nicht lange auf sich warten und drängt ebenso ins Bewusstsein, weil man seiner Verantwortung nicht nachkommt.

 

Mit Hilfe der astrologischen oder auch archetypischen Perspektive aufs Geschehen in der Welt der Formen, kann jedoch ein Bewusstseinsprozess für diese auseinander strebenden Energien in Gang gesetzt werden, der es vermag, diese beiden Kräfte in ihrer jeweiligen Entwicklungsaufgabe zu charakterisieren und damit erst einmal voneinander zu unterscheiden.

 

Wir werden dann nicht blind hin- und hergerissen und erleben nervige Gefühls- und Körperspannungen, Verlustängste und Frustrationen, sondern beginnen, das Problem auf einer erweiterten Bewusstseinsebene zu be-greifen ˗ und können anschließend befreiende Maßnahmen ergreifen.

 

Dann kann die Spannung, die dieser Aspekt hervorruft auch für progressive und vor allem konstruktive Veränderungen genutzt werden.

 

In technischer Hinsicht, kann dieses Quadrat auch die einsetzende Verschiebung von traditionellen Zusammenkünften oder Einkäufen in den digitalen Raum beschreiben. Dafür müssen neuartige (Uranus) Strukturen erlernt und integriert (Saturn) werden.

 

Es herrscht ein seltsamer Widerspruch im aktuellen Zeitgeschehen. Auf technischer Ebene sind wir alle vernetzt und miteinander verbunden. Im wirklichen Leben erleben wir uns als Einzelwesen getrennt und abgegrenzt voneinander. Und das erst nicht seit Corona. Corona macht diese Getrenntheit in unserem Bewusstsein nur extrem sichtbar, als Manifestation einer bestimmten Denk- bzw. Bewusstseinsqualität.

 

Wir trennen das Innen vom Außen, das Oben vom Unten und erkennen nicht den verbindenden Zusammenhang, der einzig und allein in der geistigen Struktur, im Bewusstsein für Zusammenhänge in uns selbst zu erkennen ist.

 

So wertvoll und verbindend technische Errungenschaften auf materieller Ebene auch sind, sie werden uns nie die persönliche Bewusstseinsarbeit abnehmen, die uns aus dem Gefängnis der begrenzten materiellen Illusion und des Getrenntseins voneinander hinausführen. Sie sind ein materiell begrenzter Ersatz für wahre Verbundenheit im Geiste.

 

Apropos Technik – Merkur, der in der astrologischen Deutung u.a. für Kommunikationsprozesse und -technologie steht, ist seit dem 30. Januar und bis zum 21. Februar rückläufig

Damit steht eine dreiwöchige Phase an, die von Störungen in diesen Bereichen gekennzeichnet sein kann. Auch Verkehr und Handel mögen davon betroffen sein. Unklarheiten und Missverständnisse irritieren.

 

Da Merkur im Wassermann rückläufig ist, kann besonders das Internet und die digitale Welt mit ihren Strukturen davon betroffen sein und den gewohnten Informationsfluss unterbrechen. Eine gute Zeit nach innen zu gehen, das Tempo zu drosseln und die gegenwärtige Lage zu reflektieren. Auf diesem Wege können interessante Gedankengänge auftauchen, die (ab dem 21. Februar) das weitere Geschehen beeinflussen könnten. Auch das Wiederaufgreifen alter Informationen, aufräumen und aussortieren bietet sich als Umsetzung dieser Rückläufigkeit an.

 

 

 

 

Astrologische Monatskolumne Januar 2021

 

Nachdem am 21. Dezember 2020 die beiden Planeten Jupiter und Saturn sich auf den ersten Graden des Tierkreiszeichens Wassermann getroffen haben und eine sogenannte „große Konjunktion“ bildeten, schreiten beide weiter voran und bauen ein Quadrat-Aspekt zu Uranus im Zeichen Stier auf.

 

Das Luftzeichen Wassermann symbolisiert u.a. Themen wie Freiheit, Unabhängigkeit, Frieden, Originalität, Vergeistigung, fortschrittliches Denken im Sinne höherer geistiger Zusammenhänge, Reformen von rigiden und überholten (Denk-) Strukturen.

 

Das lässt viele auf eine „Neue Zeit“ hoffen, wie sie in der sogenannten New-Age-Bewegung schon seit Jahren prophezeit wird.

 

Schon im Musical Hair, welches seit Anfang der Siebziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts auf den Theater- und Musicalbühnen dieser Welt aufgeführt wird, beschreibt der Song „Aquarius“ dieses Aufkommen einer neuen Ära und den damit damit verbundenen Anbruch des Wassermannzeitalters, welches für gut 2000 Jahre den Zeitgeist der Menschheit von nun an charakterisieren soll.

 

Menschlichkeit, Brüder- und Schwesterlichkeit, humanitäre Ideale, Erkennen – tolerieren und Frieden finden mit der sich individuell unterscheidenden Vielfalt im Ganzen (im Vergleich zur rigiden Gleichschaltung aus irdisch begrenzten Bewusstsein heraus und damit verbundenen Kontrollmechanismen – Steinbock).

 

Dass dies nicht auf Knopfdruck geschieht, durften am 21. Dezember 2020 alle erfahren, die erwartungsvoll auf einen plötzlichen Szenenwechsel im Weltgeschehen hofften, der sprichwörtlich vom Himmel fällt.

 

So einfach funktioniert die Astrologie als Symbolsystem nicht. Es sind eher solche Erwartungshaltungen und entsprechende Publikationen, die der Astrologie als seriös zu behandelnde Symbolsprache schaden und dazu führen, sie in die Ecke von Aberglauben und naiver Glaubenssysteme abzuschieben.

 

Vielmehr deutet eine solche Konstellation darauf hin, dass ein Zyklus beginnt, symbolisch ein Saatkorn gesetzt wird, welches sich zu entwickeln hat. Bis dieses Saatkorn sich den Weg durch Dunkelheit und Widerstände ans Licht gebahnt hat, vergeht Zeit und es treten damit verbundene Wachstumsschmerzen auf.

 

Wenn ein alter Zyklus endet und ein neuer beginnt, haben wir es mit dem Ende des Alten und dem Beginn von etwas Neuem zu tun. Ähnlich den Erfahrungen von Tod und Geburt vollzieht sich eine Transformation, die für die, die sie erleben nicht kontrollierbar ist und in den großen Kontext von Vergehen und Werden eingebettet ist.

 

Dass im vergangenen Jahr 2020 drei größere Zyklen (Jupiter-Saturn, Jupiter-Pluto und Saturn-Pluto) zu Ende gingen und damit gleichzeitig neue begannen, dürfte durch das Weltgeschehen in 2020 erkennbar geworden sein.

 

2021 kann damit als ein weiteres Jahr mit entsprechenden Wachstumsschmerzen charakterisiert sein.

 

Da Jupiter und Saturn schon ins Zeichen Wassermann gewechselt haben und Pluto 2024 nachfolgen wird, kommt dem Zeichen Wassermann eine besondere Bedeutung zu. Das Tierkreiszeichen Wassermann gibt in seiner symbolischen Interpretation Hinweise, auf die auf irdischer Ebene zu integrierenden Bewusstseinsqualitäten.

 

Im Zeichen Wassermann beginnen wir zu verstehen, dass es einen geistigen Zusammenhang zwischen uns und den scheinbar zufälligen Ereignissen gibt, die uns widerfahren.

 

Das Außen dient als Spiegel, für innere Entwicklungsaufgaben. Der Feind im Außen z. B., wird als nicht integrierter Bestandteil des eigenen Bewusstseins erkannt. Er hält in seinem Erscheinen sozusagen eine wichtige Botschaft für uns bereit.

 

Da wir uns nun schon seit einem Jahr (Beginn des Saturn-Pluto-Zyklus am 12. Januar 2020) in einer Art Krieg befinden, wäre es jetzt eine gute Gelegenheit, eine neue Perspektive auf das Geschehen und den beteiligten Feind einzunehmen - und sich mit der Frage auseinander zu setzen: Was für eine Botschaft überbringt dieser Feind? Welches abgespaltene Bewusstsein projizieren wir unbewusst nach außen auf den Feind – und aktuell auf das Virus? Wird die gewohnte Abwehrstrategie (z. B. Impfung) zielführend sein? Oder geht es ab jetzt um die notwendige Entwicklungsaufgabe, das Problem auch auf einer höher liegenden bzw. erweiterten Bewusstseinsebene zu lösen und dies als Entwicklungschance zu begreifen? Als Akt der Re-Integration von etwas Abgespaltenem, was aber lebensnotwendig für die kommenden Entwicklungen sein mag.

 

Im Falle des Virus, einem typischen Neptun-Phänomen, mag es dabei um das Einheitsbewusstsein gehen, welches zu integrieren ist.

Dieser Ansatz hat mit einer ganzheitlichen Weltanschauung zu tun, die aus dem Spaltungsbewusstsein heraus gereift, in ein neues Miteinander führen mag.

 

Erkennbar wird momentan, dass das alte materielle Weltbild, in dem wir über Jahrhunderte notwendige Entwicklungsaufgaben zu bewältigen hatten, seinen Zweck erfüllt hat und nun einer erweiterten Wahrnehmung weichen muss. Dass im Zusammenhang mit dieser Entwicklung die Mauern und Strukturen eines begrenzten Bewusstseins einstürzen und materielle Auflösungserscheinungen erlebt werden, entspricht den Wachstumsschmerzen einer neuen Ära, deren Saat gelegt wurde.

 

Es sei hier angemerkt, dass es sich bei diesem Wachstum vorrangig um geistiges Wachstum handelt. Sollten materielle Wachstumsprognosen scheitern und Sicherheitsversprechen ins Leere laufen, könnte deutlich werden, dass es dieses Mal um etwas wirklich neues geht, was allen Beteiligten zu Gute kommen kann, die geistiges Wachstum für sich vollziehen.

 

Der Januar wird dieses Ringen zwischen alten Konzepten und dem sich entfaltenden Druck, neue Lösungsmöglichkeiten und Perspektiven bzw. ein neues Bewusstsein zu finden und zu integrieren, erlebbar werden lassen. (Thema des diesjährigen Saturn-Uranus-Quadrats)

 

Besonders die Zeit vom 10. bis zum 26. Januar mag zeigen, wo alte rigide und überholte Strukturen herausgefordert werden. Hier mag deutlich werden, wo Verantwortung für eine Reform (im Großen wie im Kleinen – kollektiv oder auch persönlich) umgesetzt werden will. Weicht man dieser Verantwortung für notwendige Veränderungen aus, strapaziert man damit das alte Sicherheitsgerüst und überraschende Zusammenbrüche werden sichtbar (klassische Erdbebenkonstellation Saturn-Uranus ausgelöst durch Sonne-Merkur, Mars und Jupiter).

 

 

 

 

Astrologische Monatskolumne Dezember 2020

 

Sonnenfinsternis im Zeichen Schütze

 

Das Phänomen der Sonnenfinsternisse, bei denen der Mond das Licht der Sonne verdeckt, übt nicht nur eine starke Faszination auf die Betrachter dieses Schauspiels aus, sondern hat symbolisch gesehen auch immer eine Bedeutung für das Zeitgeschehen auf der Erde.

Zu Finsterniskonstellationen kommen verschiedene Aspekte zusammen. Die Sonne und der Mond stehen sich entweder gegenüber (Vollmond) oder stehen zusammen (Neumond). Finden diese Voll- und Neumonde an der sogenannten Mondknotenachse statt, kommt es zum Schauspiel der Mond- und Sonnenfinsternisse.

 

Die Mondknoten sind zwei sich gegenüberliegende Punkte im Horoskop, die sich durch astronomische Bedingungen ergeben. Betrachten wir von der Erde aus, den scheinbaren Lauf der Sonne um die Erde (geozentrische Sichtweise), ergibt sich ein Kreis und mit diesem Kreis eine Kreisebene. Betrachten wir ergänzend dazu den Lauf des Mondes um die Erde, ergibt sich eine weitere Kreisbahn und -ebene, die sich jedoch in einem Winkel von ca. 5° zur Sonnenbahn befindet. Somit durchstößt der Mond in seinem Umlauf um die Erde zwei Mal die Sonnenbahn (Ekliptik) und markiert damit den aufsteigenden und absteigenden Mondknoten.

 

In der astrologischen Deutung kommen den Symbolen von Sonne und Mond u. a. folgende Bedeutungen zu:

Sonne: Bewusst sein, wach sein, Erkenntnis, gegenwärtig sein, erwachsen sein, Selbstvertrauen, Vitalität, Identität, Mut, Unabhängigkeit, ...

 

Mond: Unbewusst sein, schlafen, Stimmungen, Launen, Vergangenheitsbezogenheit, kindlich sein, Unsicherheit, Entmutigung, Ängste, Wunsch nach Zugehörigkeit, Illusion, Sehnsüchte, emotionaler Sog (oft zu Elementen der eigenen Vergangenheit), ...

 

Da bei einer Sonnenfinsternis sich der Mond vor die Sonne schiebt, kommt es oft im Vorfeld dazu (bis zu vier Wochen vor der Finsternis), dass Stimmungen, Launen und Ängste an Kraft gewinnen. Aus dieser Unsicherheit heraus, zieht es manche zu gewohnten Umständen der Vergangenheit zurück, da diese vertrauter wirken und in der aktuellen Zeit scheinbar mehr Sicherheit bieten. Aber auch allgemein, können jetzt Personen oder Umstände der eigenen Vergangenheit wieder ins Leben treten.

Mit den Mondknoten kommen zusätzlich Deutungsinhalte hinzu, die karmisch zu betrachten sind. Es finden dann Ereignisse statt, die weit über die gegenwärtige Zeitlinie hinausweisen und mit seelischen Entwicklungsmustern zu tun haben. Kontexte mit vorherigen Inkarnationen werden hier bisweilen an die Ufer des aktuellen Lebens gespült und schaffen Schicksal. Unerwartetes und Verdrängtes kommt ins Erleben.

Dies betrifft allerdings vorwiegend Menschen, Institutionen, Nationen, Firmen usw., die sich mit ihrem Geburts- oder Gründungshoroskop auf die Finsterniskonstellationen beziehen. Zum Beispiel wenn sie auf den Graden der Finsternis im Tierkreis selbst Planeten, astrologische Punkte oder Achsen haben.

 

Die Sonnenfinsternis vom 14. Dezember (in Deutschland nicht sichtbar) findet auf 23° Schütze statt. Somit werden besonders Horoskope angesprochen sein, die die Grade von 15° bis 25° Schütze, Zwillinge, Jungfrau und Fische mit Deutungsfaktoren (Planeten, Punkte, Achsen) aktivieren.

 

Wichtig zu erwähnen ist dieses Mal, dass die Sonnenfinsternis im Quadrat zu Neptun stattfinden wird.

Neptun symbolisiert in der astrologischen Deutung Erfahrungen, die mit Auflösungstendenzen zu tun haben können. Ob es sich bei diesen Auflösungen um das Ego handelt, um Überzeugungen, Hoffnungen oder hohe Erwartungen ans Leben, bleibt abzuwarten. Mit Neptun kann es aber auch um Täuschungen im persönlichen oder im Weltgeschehen gehen, mit denen man in Berührung kommt. Da die Sonnenfinsternis im Zeichen Schütze stattfindet, können auch Ereignisse, die mit Reisen, dem Ausland und dem Rechtswesen zu tun haben, betroffen sein. Aber auch optimistische materielle Wachstumsprognosen, sind unter Neptun sehr trügerisch. Wachstum erlebt man hier und jetzt eher im spirituellen Bereich und auch dort gilt es achtsam zu sein, wo ggf. Irrlehren kursieren.

 

Im entwickelten Sinne lösen wir uns jetzt von Anhaftungen an ein altes Weltbild und entsprechenden Glaubenssätzen und Umständen, welche sich als Trugbilder entlarven.

Denn Neptun kann entwickelt auch die Botschaft des Einheitsbewusstseins symbolisieren, welches als Gegenmittel zu Verunsicherungen und Täuschungen eingesetzt werden kann, um fragmentierte Ego-Ängste und das Ego selbst aus seiner Getrenntheit und Spaltung zu erlösen. Hier mögen Durchbrüche möglich sein.

 

Vom 13. bis 17. Dezember wird Merkur auf den Finsternisgrad zulaufen und in Form von Nachrichten, Ideen, medialen Ereignissen, Handelsbilanzen, Gesprächen und Kontakten die oben beschriebenen Themen aufgreifen.

 

Vom 28. Dezember bis zum 2. Januar wird dann Venus nachziehen. Sie bringt symbolisch gesehen u.a. Beziehungen, Werte, Besitz und künstlerische Aktivitäten auf einem Tablett ins Geschehen und übergibt diese an Neptun.

Mit Venus-Neptun-Themen dürften starke Sehnsüchte, Wunschbilder, Idealisierungen aber auch Unklarheiten in Beziehungen einhergehen. Erhoffte finanzielle Gewinne mögen ausbleiben. Eher eine gute Zeit um Geld zu spenden oder den eigenen Besitz mit anderen zu teilen.

 

Ich wünsche allen einen gesegneten Übergang ins Neue Jahr.

 

 

 

 

 

Astrokolumne November 2020

 

Reflexionsbedarf und Neubewertung

 

Zu Beginn des Novembers zeigen verschiedene Konstellationen Reflexionsbedarf in Beziehungen an.

Der Oktober endete mit einer Sonne-Uranus-Opposition, die für Überraschungen, Umbruchs- und Befreiungsszenarien stehen kann. Auf der Achse Skorpion-Stier kann dies sowohl Beziehungen betreffen wie auch Wertsysteme, über die wir mit anderen verbunden sind.

 

Venus, als Herrscherin des Stiers und der Waage, steht am

1. November im eigenen Zeichen Waage in Opposition zu Chiron in Widder.

Auch diese Konstellation zeigt an, dass es in Beziehungen und Wertfragen zu Verletzungen kommen kann, die auf einen ganz gewissen Punkt deuten. Dieser Punkt kommt einer Wunde gleich, die angesehen und anerkannt werden möchte. Sie deutet in ihrem wieder Aufleben einen Komplex an, der sich aus Unbewusstsheit zu einem immer wiederkehrenden Kreislauf entwickelt haben könnte. Ein Kreislauf, der wiederkehrend zu Schmerz und dem Gefühl führt, in seinen Bedürfnissen, Ablehnung im Miteinander zu erfahren.

Hinweise darauf, mag schon der Beginn des Oktobers geliefert haben, als ein Vollmond die Stellung Chirons aktivierte.

Chironaspekte möchten uns daran erinnern, dass wir tief in uns selbst schauen müssen, um den sich wiederholenden Kreislauf aus Bedürfnissen und Ablehnungserfahrungen zu durchbrechen.

 

Jetzt steht zusätzlich noch der Merkur im Zeichen Waage und bildet ein Quadrat-Aspekt zu Saturn in Steinbock. (30.10 bis 6.11.)

 

Saturn, u.a. Symbol für Grenzen und Konsequenzen, mag einerseits im Verbund mit Merkur in Waage symbolisieren, dass Kommunikationsprozesse stark gestört und blockiert sind. Es kommt zum Gefühl der Einschränkung, und Blockaden machen darauf aufmerksam, dass etwas auf einer tieferen Ebene des Verständnisses angesehen werden will. Die Schnelligkeit, die dem Merkur sonst eigen ist, wird hier momentan extrem verlangsamt. Das kann auch in allen anderen Lebensbereichen zu Störungen führen, die mit Kommunikationsprozessen, Verkehr, Reisen und dem Handel zu tun haben.

 

Saturn macht auf Themen der seelischen Integrität aufmerksam und fordert ein, dass wir überall dort, wo es um ein faires und klares Miteinander (Waage) und entsprechende Regeln (Saturn in Steinbock) geht, eben genau diese Klarheit einfordern müssen. Dabei ist es wichtig, sich an der Realität (Saturn in Steinbock) zu orientieren und nicht an manipulierten und übergriffigen „Realitäten“ (Pluto in Steinbock). Saturn in Steinbock fordert hier zusätzlich, dass wir uns ein selbständiges Bild machen müssen, welches aufgrund gründlichen Nachdenkens, Recherchierens und Reflexionsprozessen zu Klarheit und Konsequenz führen kann.

 

Vom 14. bis zum 27. November dürften dann weitere Ereignisse dafür sorgen, dass deutlicher erkennbar wird, wo ein Festhalten an alten Konzepten der Sicherheit und Bindung und des Miteinanders überholt erscheint. Überraschende Erkenntnisse und Nachrichten (Merkur Opposition Uranus am 17.11.) sorgen ggf. dafür, sich aus reformbedürftigen Denkmustern zu befreien und zu überprüfen, mit wem die eigenen Werte noch geteilt werden können und wo Bindungen ggf. gelöst oder gründlich neu bewertet werden sollten, damit weiteres geistiges Wachstum möglich wird. (12.11. bis 15.11. Venus-Quadrat-Pluto und 19.11. Venus-Quadrat-Saturn)

 

Da Jupiter und Pluto bis zum 12. November noch einmal eine Konjunktion bilden, (zuvor am 5. April und am 30. Juni) ist davon auszugehen, dass sich aktuell bedrohliche (Pluto) Glaubensvorstellungen (Jupiter) und entsprechende Konflikte aufbauen werden, die auf Überzeugungen fußen und einer objektiven wissenschaftlichen Qualität und Vielseitigkeit entbehren und daher dogmatisch erscheinen können.

Mit der oben beschrieben Thematik von Merkur und Saturn ist zu hinterfragen, ob ein „Fastfood-Informationskonsum“ zu einer gründlich durchdachten eigenen Meinung führt oder zur Übernahme von Halbwissen oder auch Propaganda. Da Merkur in Waage seine Bahnen zieht, in der es auch um Gerechtigkeit geht, dürften die Gerichte zwischen dem 30.10. und 6.11. viel zu tun haben und das letzte klare Wort sprechen und Grenzen aufzeigen. (Merkur in Waage im Quadrat zu Saturn in Steinbock)

 

Kommen Sie gut durch die dunkle Zeit.

 

 

 

 

 

Astrokolumne Oktober 2020

Saturn und Pluto direktläufig

 

 

Zu Beginn des letzten Quartals im Jahr 2020 fallen zwei Planeten auf, die ihre Bewegungsrichtung von der Erde aus betrachtet ändern.

Saturn wurde am 29. September direktläufig und Pluto am 4. Oktober.

Saturn, u. a. Symbol für materielle Strukturen, Sicherheit und Prüfungen sowie für Grenzerfahrungen und Integrität war in den vergangenen Monaten seit dem 11. Mai rückläufig.

Pluto, rückläufig seit 25. April, ist u. a. ein Symbol für Wahrhaftigkeit, Macht und Ohnmacht, Zerstörung, Manipulation, Verlustängste, emotionale Verdrängungen, Schatten – die um Integration ringen und damit Wandlung einfordern sowie tiefe Kraftquellen, die sich in Krisen erschließen können und damit den Weg freimachen für einen Neubeginn.

 

Kommen diese beiden Planeten zusammen, so wie wir das im Januar diesen Jahres erfahren durften, kombinieren sich die durch Saturn und Pluto symbolisierten Archetypen und inszenieren in der Welt der Formen auf irdischer Ebene ein entsprechendes Schauspiel.

 

Ob es mit Saturn nun materielle Strukturen sind oder Grenzerfahrungen in Hinblick auf die seelische Integrität – mit Pluto in der Nähe, werden die gemachten Erfahrungen emotional aufgeladen intensiv, lebensbedrohlich und existenziell.

 

Besonders davon betroffen sind Menschen, Nationen, Firmen oder andere Institutionen oder Lebewesen, die auf den entsprechenden Gradzahlen im Tierkreis selbst Planetenstellungen im eigenen Horoskop haben. Sie sind auf diese Weise stärker in Resonanz mit der Geschichte, die das mythologische Drama von den Göttern Saturn/Chronos und Pluto/Hades erzählt.

 

Das interessante an mythologischen Geschichten ist, dass sie zwar aus ferner Vergangenheit überliefert wurden, in ihrer Bedeutung aber zeitlos sind. Auf diese Weise erinnern sie uns an die geistige Ebene, jenseits der Vergänglichkeit, auf der der Sinn und die Bedeutung von Ereignissen auf irdischer Ebene bzw. in der „Matrix“ erschlossen werden können. Diese Bewusstseinsebene ist für viele jedoch, durch den Konsum von Informationen, die sich ausschließlich auf die irdische Erfahrungsebene konzentrieren, verloren gegangen. Dass in dem scheinbar zufälligen Fluß der Ereignisse, eine geordnete Struktur am Werk ist, kann durch Mythologie und Astrologie sichtbar werden.

 

Vielleicht ist ein Grund für die gegenwärtige Krise, genau diese Ausschließlichkeit. Ein begrenztes, rein materielles Weltbild, welches auch noch (eigendynamisch im Wahn?) Absolutheitsansprüche geltend macht, kann auf Dauer nicht gesund sein, weil es das Bewusstsein für Ganzheitlichkeit (Geist-Seele-Form) und Zusammenhänge spaltet und auf das reine Formbewusstsein (Materialismus) reduziert. Gedankliche Monokulturen, Dogma und Gleichschaltung aber auch extreme Polarisierungen werden auf diese Weise möglich.

 

Der Oktober zeigt als erster Monat nach einer Reflexionszeit, die sich in der Rückläufigkeit symbolisierte (s.o.) nun ein Resultat der vorgenommenen oder nicht vorgenommenen Neubewertungen.

 

Welche Konzepte und Strukturen (Saturn) sind wahr (Pluto)? Wo müssen weiterhin begrenzende Strukturen (Saturn) zerstört (Pluto) werden, damit eine Neugestaltung (Saturn-Pluto) möglich wird.

Welche Wahrheit (Pluto) will integriert (Saturn) werden und welche Maßnahmen (Saturn) stärken in diesem Zusammenhang die Integrität (Saturn).

 

Mitte Oktober mag sich nun deutlicher zeigen, an welchen Stellen wir Integrationsarbeit leisten müssen und alte Schatten und damit verbundene Verletzungen angesehen und bereinigt werden wollen. (Sonne-Pluto-Mars-T-Quadrat). Mit dem dabei noch rückläufigen Mars in Widder im Quadrat zu Pluto, zeigen ggf. aggressive Macht- und Durchsetzungskonflikte, wo ein Loslassen und damit ein grundlegender Wandel von Situationen angeraten ist.

 

Bleiben Sie dabei geduldig

 

Michael Backhaus

 

 

 

 

Astrologische Monatskolumne September 2020   

Mars rückläufig im Widder

 

Am 10.September 2020 wird der Planet Mars, von der Erde aus betrachtet, am Himmel rückläufig werden. Mars symbolisiert starke Kräfte, die sich ungehindert ausdrücken möchten. Mars will voran, seinem Tatendrang und seinen Eroberungstendenzen entsprechend schnell und direkt. Momentan zieht er zusätzlich noch durch das Zeichen Widder, in dem er Herrscherplanet ist und sich normalerweise ungefiltert ausdrücken kann.

 

Die beginnende Rückläufigkeit jedoch symbolisiert etwas Gegensätzliches. Rückläufigkeitsphasen von Planeten zeigen Reflexionsbedarf an. Zu Beginn dieser Phasen sind wir entsprechend irritiert. Irgendetwas funktioniert nicht wie gewohnt.

Bei Mars, dem Plantensymbol für kraftvolle Energie und Mobilität, wird uns der Saft, der uns vital voranschreiten lässt, oft erst einmal abgedreht. Die Seele bzw. unsere innere Instanz, die komplexere Zusammenhänge in Weisheit zu erkennen vermag, aber nur durch zeitweises Innehalten, Reflexion und Kontemplation zu integrieren ist, läutet diese Phase des symbolischen Einatmens im Leben ein.

 

Bis zum 14.November 2020, dem Tag der wieder einsetzenden Direktläufigkeit von Mars, kann es also durchaus vorkommen, dass wir im Voranschreiten und im gewohnten Ausdruck unserer Dynamik und Kräfte abgebremst werden. Dies aber nur zum Zweck der Revision unserer Strategien, dem Aufspüren von inneren Blockaden und alten Verletzungen, die nicht grundlegend bearbeitet und angesehen wurden und damit unbewusst Energie binden. Energie, die wir jedoch benötigen, um das volle Potenzial von Mars im Widder nutzen zu können.

 

Nicht selten kocht alte Wut hoch und lässt bildlich gesprochen, den ein oder anderen Vulkan zum Ausbruch bringen. Reinigungsprozesse stehen an.

 

Alle Arten von Bewegungs- und Handlungsfreiheit bzw. Fortbewegung können, besonders bei Personen, die sich spezieller mit ihrem Geburtshoroskop auf diese Konstellation einklinken, blockiert werden. Das mag auch für den Reise- und Nahverkehr gelten. Aber auch Bein-, Fuß und und Knieprobleme sind hier und da Hinweise, einen Gang zurückzuschalten.

 

Das mag Erinnerungen an das erste Halbjahr 2020 anklingen lassen, in der weltweit Milliarden von Menschen Einschränkungen erlebt haben.

 

Mit Mars im Widder rückläufig und bis in den Oktober auf seinem Weg dann im Quadrat-Aspekt zu Saturn und Pluto im Steinbock, der Zusammenbruchskonstellation schlechthin, werden empfindliche Stellen berührt, die (verdrängte) Aggressionen, Macht- und Ohnmacht thematisieren. Wandlungsszenarien setzen ein.

 

Eine gute Zeit achtsam und bewusst mit den eigenen Kräften umzugehen und zu haushalten. Ein zeitweiliger Rückzug kann heilsam sein und die Abwehrkräfte regenerieren und steigern. Nach innen hören, dem inneren Krieger zuhören, was er uns zuflüstern möchte und wofür er seine Kräfte sammeln will und welche alten Zöpfe abgeschnitten werden wollen. Dies wäre eine konstruktive Art, mit den herausfordernden Aspekten umzugehen, denen ein gewaltiges Potenzial innewohnt.

 

Eine konstruktive Zeit wünscht

 

Michael Backhaus