Cosmic Compass
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Astrologische Monatskolumne November 2020

   Reflexionsbedarf und Neubewertung

 

Zu Beginn des Novembers zeigen verschiedene Konstellationen Reflexionsbedarf in Beziehungen an.

Der Oktober endete mit einer Sonne-Uranus-Opposition, die für Überraschungen, Umbruchs- und Befreiungsszenarien stehen kann. Auf der Achse Skorpion-Stier kann dies sowohl Beziehungen betreffen wie auch Wertsysteme, über die wir mit anderen verbunden sind.

 

Venus, als Herrscherin des Stiers und der Waage, steht am

1. November im eigenen Zeichen Waage in Opposition zu Chiron in Widder.

Auch diese Konstellation zeigt an, dass es in Beziehungen und Wertfragen zu Verletzungen kommen kann, die auf einen ganz gewissen Punkt deuten. Dieser Punkt kommt einer Wunde gleich, die angesehen und anerkannt werden möchte. Sie deutet in ihrem wieder Aufleben einen Komplex an, der sich aus Unbewusstsheit zu einem immer wiederkehrenden Kreislauf entwickelt haben könnte. Ein Kreislauf, der wiederkehrend zu Schmerz und dem Gefühl führt, in seinen Bedürfnissen, Ablehnung im Miteinander zu erfahren.

Hinweise darauf, mag schon der Beginn des Oktobers geliefert haben, als ein Vollmond die Stellung Chirons aktivierte.

Chironaspekte möchten uns daran erinnern, dass wir tief in uns selbst schauen müssen, um den sich wiederholenden Kreislauf aus Bedürfnissen und Ablehnungserfahrungen zu durchbrechen.

 

Jetzt steht zusätzlich noch der Merkur im Zeichen Waage und bildet ein Quadrat-Aspekt zu Saturn in Steinbock. (30.10 bis 6.11.)

 

Saturn, u.a. Symbol für Grenzen und Konsequenzen, mag einerseits im Verbund mit Merkur in Waage symbolisieren, dass Kommunikationsprozesse stark gestört und blockiert sind. Es kommt zum Gefühl der Einschränkung, und Blockaden machen darauf aufmerksam, dass etwas auf einer tieferen Ebene des Verständnisses angesehen werden will. Die Schnelligkeit, die dem Merkur sonst eigen ist, wird hier momentan extrem verlangsamt. Das kann auch in allen anderen Lebensbereichen zu Störungen führen, die mit Kommunikationsprozessen, Verkehr, Reisen und dem Handel zu tun haben.

 

Saturn macht auf Themen der seelischen Integrität aufmerksam und fordert ein, dass wir überall dort, wo es um ein faires und klares Miteinander (Waage) und entsprechende Regeln (Saturn in Steinbock) geht, eben genau diese Klarheit einfordern müssen. Dabei ist es wichtig, sich an der Realität (Saturn in Steinbock) zu orientieren und nicht an manipulierten und übergriffigen „Realitäten“ (Pluto in Steinbock). Saturn in Steinbock fordert hier zusätzlich, dass wir uns ein selbständiges Bild machen müssen, welches aufgrund gründlichen Nachdenkens, Recherchierens und Reflexionsprozessen zu Klarheit und Konsequenz führen kann.

 

Vom 14. bis zum 27. November dürften dann weitere Ereignisse dafür sorgen, dass deutlicher erkennbar wird, wo ein Festhalten an alten Konzepten der Sicherheit und Bindung und des Miteinanders überholt erscheint. Überraschende Erkenntnisse und Nachrichten (Merkur Opposition Uranus am 17.11.) sorgen ggf. dafür, sich aus reformbedürftigen Denkmustern zu befreien und zu überprüfen, mit wem die eigenen Werte noch geteilt werden können und wo Bindungen ggf. gelöst oder gründlich neu bewertet werden sollten, damit weiteres geistiges Wachstum möglich wird. (12.11. bis 15.11. Venus-Quadrat-Pluto und 19.11. Venus-Quadrat-Saturn)

 

Da Jupiter und Pluto bis zum 12. November noch einmal eine Konjunktion bilden, (zuvor am 5. April und am 30. Juni) ist davon auszugehen, dass sich aktuell bedrohliche (Pluto) Glaubensvorstellungen (Jupiter) und entsprechende Konflikte aufbauen werden, die auf Überzeugungen fußen und einer objektiven wissenschaftlichen Qualität und Vielseitigkeit entbehren und daher dogmatisch erscheinen können.

Mit der oben beschrieben Thematik von Merkur und Saturn ist zu hinterfragen, ob ein „Fastfood-Informationskonsum“ zu einer gründlich durchdachten eigenen Meinung führt oder zur Übernahme von Halbwissen oder auch Propaganda. Da Merkur in Waage seine Bahnen zieht, in der es auch um Gerechtigkeit geht, dürften die Gerichte zwischen dem 30.10. und 6.11. viel zu tun haben und das letzte klare Wort sprechen und Grenzen aufzeigen. (Merkur in Waage im Quadrat zu Saturn in Steinbock)

 

Kommen Sie gut durch die dunkle Zeit.

 

 

 

 

 

Astrokolumne September 2020

Saturn und Pluto direktläufig

 

 

Zu Beginn des letzten Quartals im Jahr 2020 fallen zwei Planeten auf, die ihre Bewegungsrichtung von der Erde aus betrachtet ändern.

Saturn wurde am 29. September direktläufig und Pluto am 4. Oktober.

Saturn, u. a. Symbol für materielle Strukturen, Sicherheit und Prüfungen sowie für Grenzerfahrungen und Integrität war in den vergangenen Monaten seit dem 11. Mai rückläufig.

Pluto, rückläufig seit 25. April, ist u. a. ein Symbol für Wahrhaftigkeit, Macht und Ohnmacht, Zerstörung, Manipulation, Verlustängste, emotionale Verdrängungen, Schatten – die um Integration ringen und damit Wandlung einfordern sowie tiefe Kraftquellen, die sich in Krisen erschließen können und damit den Weg freimachen für einen Neubeginn.

 

Kommen diese beiden Planeten zusammen, so wie wir das im Januar diesen Jahres erfahren durften, kombinieren sich die durch Saturn und Pluto symbolisierten Archetypen und inszenieren in der Welt der Formen auf irdischer Ebene ein entsprechendes Schauspiel.

 

Ob es mit Saturn nun materielle Strukturen sind oder Grenzerfahrungen in Hinblick auf die seelische Integrität – mit Pluto in der Nähe, werden die gemachten Erfahrungen emotional aufgeladen intensiv, lebensbedrohlich und existenziell.

 

Besonders davon betroffen sind Menschen, Nationen, Firmen oder andere Institutionen oder Lebewesen, die auf den entsprechenden Gradzahlen im Tierkreis selbst Planetenstellungen im eigenen Horoskop haben. Sie sind auf diese Weise stärker in Resonanz mit der Geschichte, die das mythologische Drama von den Göttern Saturn/Chronos und Pluto/Hades erzählt.

 

Das interessante an mythologischen Geschichten ist, dass sie zwar aus ferner Vergangenheit überliefert wurden, in ihrer Bedeutung aber zeitlos sind. Auf diese Weise erinnern sie uns an die geistige Ebene, jenseits der Vergänglichkeit, auf der der Sinn und die Bedeutung von Ereignissen auf irdischer Ebene bzw. in der „Matrix“ erschlossen werden können. Diese Bewusstseinsebene ist für viele jedoch, durch den Konsum von Informationen, die sich ausschließlich auf die irdische Erfahrungsebene konzentrieren, verloren gegangen. Dass in dem scheinbar zufälligen Fluß der Ereignisse, eine geordnete Struktur am Werk ist, kann durch Mythologie und Astrologie sichtbar werden.

 

Vielleicht ist ein Grund für die gegenwärtige Krise, genau diese Ausschließlichkeit. Ein begrenztes, rein materielles Weltbild, welches auch noch (eigendynamisch im Wahn?) Absolutheitsansprüche geltend macht, kann auf Dauer nicht gesund sein, weil es das Bewusstsein für Ganzheitlichkeit (Geist-Seele-Form) und Zusammenhänge spaltet und auf das reine Formbewusstsein (Materialismus) reduziert. Gedankliche Monokulturen, Dogma und Gleichschaltung aber auch extreme Polarisierungen werden auf diese Weise möglich.

 

Der Oktober zeigt als erster Monat nach einer Reflexionszeit, die sich in der Rückläufigkeit symbolisierte (s.o.) nun ein Resultat der vorgenommenen oder nicht vorgenommenen Neubewertungen.

 

Welche Konzepte und Strukturen (Saturn) sind wahr (Pluto)? Wo müssen weiterhin begrenzende Strukturen (Saturn) zerstört (Pluto) werden, damit eine Neugestaltung (Saturn-Pluto) möglich wird.

Welche Wahrheit (Pluto) will integriert (Saturn) werden und welche Maßnahmen (Saturn) stärken in diesem Zusammenhang die Integrität (Saturn).

 

Mitte Oktober mag sich nun deutlicher zeigen, an welchen Stellen wir Integrationsarbeit leisten müssen und alte Schatten und damit verbundene Verletzungen angesehen und bereinigt werden wollen. (Sonne-Pluto-Mars-T-Quadrat). Mit dem dabei noch rückläufigen Mars in Widder im Quadrat zu Pluto, zeigen ggf. aggressive Macht- und Durchsetzungskonflikte, wo ein Loslassen und damit ein grundlegender Wandel von Situationen angeraten ist.

 

Bleiben Sie dabei geduldig

 

Michael Backhaus

 

 

 

 

 

Astrologische Monatskolumne September 2020   

Mars rückläufig im Widder

 

Am 10.September 2020 wird der Planet Mars, von der Erde aus betrachtet, am Himmel rückläufig werden. Mars symbolisiert starke Kräfte, die sich ungehindert ausdrücken möchten. Mars will voran, seinem Tatendrang und seinen Eroberungstendenzen entsprechend schnell und direkt. Momentan zieht er zusätzlich noch durch das Zeichen Widder, in dem er Herrscherplanet ist und sich normalerweise ungefiltert ausdrücken kann.

 

Die beginnende Rückläufigkeit jedoch symbolisiert etwas Gegensätzliches. Rückläufigkeitsphasen von Planeten zeigen Reflexionsbedarf an. Zu Beginn dieser Phasen sind wir entsprechend irritiert. Irgendetwas funktioniert nicht wie gewohnt.

Bei Mars, dem Plantensymbol für kraftvolle Energie und Mobilität, wird uns der Saft, der uns vital voranschreiten lässt, oft erst einmal abgedreht. Die Seele bzw. unsere innere Instanz, die komplexere Zusammenhänge in Weisheit zu erkennen vermag, aber nur durch zeitweises Innehalten, Reflexion und Kontemplation zu integrieren ist, läutet diese Phase des symbolischen Einatmens im Leben ein.

 

Bis zum 14.November 2020, dem Tag der wieder einsetzenden Direktläufigkeit von Mars, kann es also durchaus vorkommen, dass wir im Voranschreiten und im gewohnten Ausdruck unserer Dynamik und Kräfte abgebremst werden. Dies aber nur zum Zweck der Revision unserer Strategien, dem Aufspüren von inneren Blockaden und alten Verletzungen, die nicht grundlegend bearbeitet und angesehen wurden und damit unbewusst Energie binden. Energie, die wir jedoch benötigen, um das volle Potenzial von Mars im Widder nutzen zu können.

 

Nicht selten kocht alte Wut hoch und lässt bildlich gesprochen, den ein oder anderen Vulkan zum Ausbruch bringen. Reinigungsprozesse stehen an.

 

Alle Arten von Bewegungs- und Handlungsfreiheit bzw. Fortbewegung können, besonders bei Personen, die sich spezieller mit ihrem Geburtshoroskop auf diese Konstellation einklinken, blockiert werden. Das mag auch für den Reise- und Nahverkehr gelten. Aber auch Bein-, Fuß und und Knieprobleme sind hier und da Hinweise, einen Gang zurückzuschalten.

 

Das mag Erinnerungen an das erste Halbjahr 2020 anklingen lassen, in der weltweit Milliarden von Menschen Einschränkungen erlebt haben.

 

Mit Mars im Widder rückläufig und bis in den Oktober auf seinem Weg dann im Quadrat-Aspekt zu Saturn und Pluto im Steinbock, der Zusammenbruchskonstellation schlechthin, werden empfindliche Stellen berührt, die (verdrängte) Aggressionen, Macht- und Ohnmacht thematisieren. Wandlungsszenarien setzen ein.

 

Eine gute Zeit achtsam und bewusst mit den eigenen Kräften umzugehen und zu haushalten. Ein zeitweiliger Rückzug kann heilsam sein und die Abwehrkräfte regenerieren und steigern. Nach innen hören, dem inneren Krieger zuhören, was er uns zuflüstern möchte und wofür er seine Kräfte sammeln will und welche alten Zöpfe abgeschnitten werden wollen. Dies wäre eine konstruktive Art, mit den herausfordernden Aspekten umzugehen, denen ein gewaltiges Potenzial innewohnt.

 

Eine konstruktive Zeit wünscht

 

Michael Backhaus