Cosmic Compass
Cosmic Compass

Astrologische Monatskolumne April 2020

Jupiter und Pluto im Steinbock

 

Am 5. April werden die Planeten Jupiter und Pluto (in meiner astrologischen Deutung wird Pluto weiterhin der Planetenstatus zuerkannt) eine Konjunktion im Tierkreiszeichen Steinbock bilden, das heißt, sie stehen im Tierkreis zusammen auf dem gleichen Grad.

 

Jupiter symbolisiert u.a. in der astrologischen Deutung Themen der Überzeugung, der Religion, des Rechts und der Gerechtigkeit sowie die höhere Bildung und Weltbilder. Aber auch alle Wachstums- und Expansionsbestrebungen sind Jupiter zugeordnet.

 

Das Zeichen Steinbock hat viel mit der sichtbaren materiellen Realität zu tun, mit den Grenzen dieser Realität und mit Reglementierungen und Gesetzen.

 

Pluto wiederum steht u.a.für tief greifende Transformationsgeschenen, Krisen, Abschiede und Wandlungsprozesse, die mit intensiven oft unangenehmen Gefühlen einhergehen. Aber auch für ein tiefes Kraftpotenzial, was angezapft werden kann.

 

Was kann es nun bedeuten, wenn diese beiden Planeten als Symbole für archetypische Kräfte, die unser aller Leben gestalten, auf diese Weise zusammenkommen?

 

Ein Beispiel wäre, eine gründliche Wandlung eines überholten  Weltbilds, welches sich durch aktuelle Krisen als unbrauchbar erweist. Im Zusammenhang damit könnte es in all jenen Bereichen, in denen weiterhin auf materielles Wachstum und Expansion gesetzt wird, zu intensiven Machtkonflikten kommen, weil die jeweiligen Überzeugungen auseinander gehen und sich polarisieren.

 

Auch das Streben nach Wachstum, welches Grenzen und Gesetze unterwandert und die Integrität von Menschen, anderen Lebewesen oder Nationen verletzt, könnte stärker in den Fokus rücken.

 

Aber auch zerstörerische Grenzkonflikte, die durch unterschiedliche Glaubensrichtungen und unterschiedliches Gerechtigkeitsempfinden ausgelöst werden, können im Rahmen dieser Konstellation liegen.

 

Im besten Falle zeigt sich ein Streben nach Gerechtigkeit, welches sich den unangenehmen und unterdrückten Anteilen (dem Schatten) in uns selbst, in anderen und in der Gesellschaft annimmt, und diese verantwortlich und sachlich aufarbeitet.

 

Im schlimmsten Falle sind es beängstigende und bedrohliche Botschaften, die unsere Existenzbedingungen betreffen sowie apokalyptische Untergangsvisionen.

 

Welchen Visionen folgen Sie?

 

Michael Backhaus